Bastelaktion an der Kinderklinik des Uniklinikums Essen

Am Samstag, den 16.04.15, besuchte unser Club die onkologische und endokrinologische Station am Uniklinikum Essen, um gemeinsam mit den Kindern zu basteln.

Der Deutsche Kinderverein Essen e.V. hat ein Bastelprojekt für einen guten Zweck ins Leben gerufen, welches wir durch diese Aktion unterstützen wollten. Grundlage dieses Projekts ist die Geschichte rund um den Storch Georch, der auf der Suche nach seiner geliebten Georgine ist. Damit Georgine sich vielleicht wieder an ihn erinnert, bittet Georch die Kinder darum ihn nachzubasteln. Der Phantasie der Kinder sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Die besten drei Störche werden schließlich von einer Jury ausgewählt. Für diese erhält die Einrichtung, in der gebastelt wurde, dann eine Spende vom Deutschen Kinderverein Essen e.V.. Die übrigen Störche können verkauft werden. Der Erlös wird dann an eine andere Einrichtung für Kinder gespendet, die das Geld dringend benötigt (z.B. Kitas in weniger wohlhabenden Gegenden).

Ein paar Tage vor unserer Bastelaktion besuchten wir die kleinen Patienten der Klinik, um ihnen das Buch über Georch und unsere Aktion vorzustellen. Erfreulicherweise war die Resonanz sehr positiv. Aufgrund der Erkrankungen der Kinder konnte man letztlich aber doch nicht sicher sagen wie viele von ihnen zum Basteln würden erscheinen können.

Daher freuten wir uns sehr, dass am Tag der Aktion viele Kinder mit oder auch ohne ihre Eltern erschienen. Einige erwarteten uns bereits in den Spielzimmern, andere Kinder besuchten wir noch einmal persönlich auf ihren Zimmern und luden sie zum basteln ein.

Die Kinder hatten viel Spaß an diesem Tag und wir waren begeistert, wie viele tolle Störche entstanden. Auch wir selber bastelten fleißig mit und freuten uns etwas Abwechslung in den Krankenhausalltag bringen zu können.

Schließlich erfolgte am 11.05.15 die Spendenübergabe an die Stiftung Universitätsmedizin, die die gespendeten 1000 € des Deutschen Kindervereins Essen e.V. zweckgebunden für die Kinderstationen verwalten wird. Wir bedanken uns noch einmal bei Herrn Ness und Frau Huff von der Stiftung für Ihre Mühe und bei Herrn Prof. Hoyer, dem ärztlichen Direktor der Kinderklinik 2, für seine Zeit. Ein besonderer Dank gilt aber natürlich dem Deutschen Kinderverein Essen e.V. für seine großzügige Spende und den Kindern der Kinderklinik, die mit uns gebastelt haben und die Aktion zu einem vollen Erfolg gemacht haben.

Rotaract Essen: Scheckübergabe an die Kinderklinik Essen

Scheckübergabe an die Kinderklinik Essen, mit Herrn Prof. Hoyer, Herrn Rettinger, Janina Schreiber, Daniel Gerasch, Janning Knop (v.l.)

Vortrag zum Thema „Grüne Stadtentwicklung in Essen“ von Frau Raskob, Stadt Essen

Am 28.04.15 hielt Frau Raskob von der Stadt Essen bei uns einen Vortrag zum Thema „Grüne Stadtentwicklung in Essen“.

Durch verschiedene Bau- und Begrünungsprojekte in unserer Stadt wird schon seit einiger Zeit unter dem Motto „Freiraum schafft Stadtraum“ daran gearbeitet ehemalige Industriebrachen als Wohngegend oder Firmensitz wieder attraktiv zu machen. Ziel ist es, dass bis 2020 00% der Essener Bürger grüne Freuräume der Stadt unmittelbar nutzen können. Hierfür wird an der Gestaltung durchgängiger Grünzüge zwischen Ruhrtal und Emschertal/Rhein Herne Kanal gearbeitet. So soll ein netzartiges Grünflächensystem mit Rad- und Fußwegen in der Stadt Essen entstehen. Zusätzlich wird so die Resilienz und Biodiversität der Stadt gefördert.

Ein gutes Bespiel für die Revitalisierung eines ehemaligen Industriegländes ist die Zeche Zollverein.

Des Weiteren zeigt z.B. der Krupppark wie die attraktiv, grüne Gestaltung eines Geländes eine Firma anlocken kann. Als Krupp entschied seinen Hauptsitz nach Essen zu verlegen, vereinbarten sie mit der Stadt Essen, dass diese im Gegenzug den Park um den Firmensitz herum anlegen sollte.

Ein ähnliches Beispiel liefert das Bauprojekt „Grüne Mitte“. Das Gelände selbst liegt in einem eher unbeliebten Teil der Stadt, der mit hohen Kriminalitätsraten assoziiert war. Dennoch begann die Stadt mitten auf diesem Gelände einen Park anzulegen und schon bald darauf fand man Käufer für die Grundstücke darum herum.

Auch der Niederfeldsee in Altendorf sorgte dafür, dass ein soziales Problemviertel wieder an Attraktivität gewann. Man erhofft sich eine Stabilisierung der Bevölkerung und eine Vermischung von Personengruppen mit eher schwacher sozialer Position und von Personen mit stabilem Einkommen, die augrund der Attraktivität der Gegend hinzuziehen.

Ein anderes Thema mit dem wir uns beschäftigten, war der Sturm „Ela“. Nachdem das Ausmaß des Schadens grob abgeschätzt worden war, stellte das Forstamt der Stadt Essen seinen ursprünglich geplanten Betrieb sofort ein und entschied sich dazu die Essener Bürger in die Beseitigung der Schäden und die Wiederaufforstung einzubeziehen. Seither gibt es verschiedene Initiativen, in welchen jeder dazu eingeladen ist seine Meinung zu verschiedenen Punkten zu äußern: sollen alle umgefallenen Bäume beseitigt werden oder soll der Wald sich selbst überlassen werden, welche neuen Bäume sollen wo gepflanzt werden etc. Da es bereits vor dem Sturm Probleme mit Baumkrankheiten gab, wird die Stadt die Situation nutzen, um einen neuen Baumbestand zu schaffen. Hierbei wird sie auf ein Alleenkonzept zurückgreifen.

Zudem beschäftigt sich die Stadt Essen vor dem Hintergrund der grünen Stadtentwicklung mit Gebäudesanierungen, um CO2 einzusparen. Während bei allen Neubauten wie Kindergärten und Schulen bereits der Passivhausstandard angewendet wird, hat die Stadt es sich um Ziel gesetzt 2,5% des alten Gebäudebestandes pro Jahr zu sanieren. Aufgrund von fehlenden Mitteln wird dieses Ziel bisher allerdings noch nicht erreicht.

Abschließend berichtete Frau Raskob uns noch von der Bewerbung der Stadt Essen um den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“. Für das Jahr 2016 scheiterte Essen erst im Finale an ihren Konkurrenten und auch für das Jahr 2017 sieht es wieder gut aus. Essen befindet sich bereits unter den letzten vier Städten und wir drücken die Daumen, dass es dieses Mal für den Titel reicht.

Verlust von Bildern

Am 17.03. durften wir ein weiteres Mal Herrn Pollmeier für einen Vortrag bei uns begrüßen.

Es ging hierbei um die Sicherung und Lagerung analoger und digitaler Fotos.

Fotografien sind ganz persönliche Erinnerungsstücke. Daher ist es auch so wichtig sie möglichst lange und in möglichst guter Qualität erhalten zu können.

Während bei digitalen Fotografien wohl am ehesten ein Verlust der Daten droht, stellt bei analogen Bildern eher das sogenannte ,,fading“, das Ausbleichen, ein Problem dar. Die verschiedenen Anbieter in der Fotobranche versuchen daher mit der langen Haltbarkeit bzw. Lebenserwartung ihrer gedruckten Fotos zu werben. Herr Pollmeier machte uns hier darauf aufmerksam, dass diese Angaben zwar unter bestimmten Referenzbedingungen bezüglich des Klimas (Belichtung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit) ermittelt werden, aber dass es sich letztlich bei der Lebenserwartung von Bildern doch um eine sehr subjektive Größe handelt. So entscheidet schließlich der Nutzer, welchen Qualitätsverlust er persönlich noch als akzeptabel empfindet.

Neben der Wahl guter Print-Materialien kommt es auch auf die Lagerungsbedingungen der Fotos an. Bei einem möglichst kühlen Klima mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von unter 60% und wenig Lichteinfall ist die Haltbarkeit der Bilder vergleichsweise hoch. Daher bietet sich z.B. ihre Lagerung in einer Kiste im Schlafzimmer unter dem Bett an. Fotos, die offen im Raum stehen und somit kontinuierlichem Lichteinfall ausgesetzt sind, kann man beispielsweise durch Rahmen mit UV-Filter etwas schützen.

Auch wenn digitale Bilder der obigen Definition nach als unbegrenzt haltbar gelten, stellen diese uns vor eine andere Herausforderung. Die Haltbarkeit wird hier nicht vom Nutzer, sonder von der Industrie bestimmt, denn Software und Hardware ändern sich ständig. Wer seine Daten einst auf Disketten speicherte, wird heute wohl schon Probleme haben diese zuverlässig abrufen zu können. Dennoch ist das Archivieren von Daten ohne sogenannte Migration, also der Übertragung von Daten von einem auf ein anderes Gerät, nicht möglich. Um das Risiko veralteter oder inkompatibler Soft- und Hardware zu minimieren, empfahl uns Herr Pollmeier die redundante Sicherung von Daten auf mindestens drei verschiedenen Medien, welche zusätzlich an drei unterschiedlichen Orten gelagert werden sollten, die politisch, wirtschaftlich und technisch sicher sind.

Letztendlich ist nämlich ein Punkt ganz entscheidend und stellt gleichzeitig auch die Herausforderung dar: Erinnerungsstücke wie Fotos sollten zu jedem Zeitpunkt schnell, einfach und in best möglicher Qualität zugänglich sein.